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Die Perle der Tauern – Fuscher Ache

Die Perle der Tauern – Fuscher Ache

Ein Fischerurlaub mit der Familie führte Michael Plakolb in den kleinen Ort Fusch an der Großglocknerstraße im Salzburger Bezirk Zell am See. Mit im Gepäck hatte er viel Zuversicht in der vorbeifließenden Fuscher Ache deren salmonidische Bewohner unsicher zu machen.

 

Text und Fotos: Michael Plakolb
Die folgende Reportage wurde im Magazin “Fangfrisch – 05/2019” veröffentlicht und entstand in Zusammenarbeit mit Herrn Plakolb.

 

Die Region Bruck/Fusch zählt zu den Mitgliedsbetrieben des Urlaubsanbieters „Abenteuer Fischwasser“. In dieser Region gibt es vier großartige Unterkunftsmöglichkeiten für uns Fischer. Das Tolle dabei, es sind Hotels für unterschiedliche Zielgruppen. Das Hotel „Zacherlbräu“ ist für Hardcorefischer, die von frühmorgens bis spätabends die Rute schwingen, vermutlich die beste Adresse. Die Hausherren sind selber Angler, es gibt einen Fliegenfischer-Shop, einen Fliegenbindestammtisch und urige, geschnitzte Verweilzonen zum geselligen Ausklang des Angeltages. Das Feriendorf Ponyhof spricht eher Familienurlauber mit kleineren Kindern an. Neben den Ponys gibt es viele Spielmöglichkeiten und für die Mamas Wellness. Das Hotel Lampenhäusl wiederum verfügt neben schönen Hotelzimmern auch über gute Campingmöglichkeiten und einen Zubehörshop für Fliegenfischer. Zuletzt das 4-Sterne Hotel Römerhof, welches eher auf Familien mit  älteren Kindern mit seinen Sport- und Wellnessangeboten ausgerichtet ist.

 

Zwei Profis an unserer Seite

Nachdem meine Söhne Gregor und Patrick für Ponys nicht mehr sehr viel übrig haben und wir für die Mama auch einen adäquaten Zeitvertreib benötigten, damit sie uns in Ruhe angeln lässt, fiel unsere Wahl auf den Römerhof. Erste sehr positive Entdeckung in unserer topmodernen und riesigen Familiensuite war ein eigener Kühlschrank, der kalte Getränke garantierte. Kurze Zeit später, nach dem Bezug des Zimmers, saß ich schon mit Hubert Edlinger beisammen. Hubert ist Obmann des ansässigen Fischereivereins der die Fuscher Ache bewirtschaftet. Schnell gesellte sich auch Werner Leonhartsberger, Fliegenfischerguide und Fischereiaufseher, zu uns. Beide bemühten sich  während unseres Aufenthaltes rührend um uns, damit wir viel erfahren, sehen und auch fangen konnten. Keine leichte Aufgabe in einem doch sehr anspruchsvollen Revier mit doch noch sehr unerfahrenen Fliegenfischern. Patrick hatte vorab überhaupt noch nicht mit der Fliege gefischt. Die beiden Einheimischen kennen das Gewässer wie ihre Westentaschen, die besten Stellen, Fangzeiten und Fliegen.

Wurftraining
Patricks erstes Wurftraining mit Werner

Sehr günstige Lizenzpreise

Werner und Hubert machen auch auf Wunsch für alle Fliegenfischergäste der im Eingang erwähnten Hotels eine detaillierte Gewässereinführung. Werner bietet zudem Guidings an. Grundsätzlich erhält man die Angellizenzen bei den Fischerwirten, bei den Touristinfos Bruck und Fusch sowie im Stop-Shop. Die Preise sind sehr moderat. So bezahlen Gäste von Bruck und Fusch € 35,– für die Tageskarte. Wenn man mehrere Tage angelt wird es noch günstiger. Für Familien gibt es ein Topangebot, hier darf neben dem Tageskartenbezieher der Partner + ein Kind bis 15 Jahre um € 15,– mitangeln. Ganz toll ist der Service eines Schnupperfischens. Um wenige Euros werden dabei in zwei Stunden die ersten Unterweisungen beim Fliegenfischen gemacht.

Start im Käfertal

Das insgesamt 35 km lange Fischgewässer, mit erstklassiger Wasserqualität, entspringt am Fuße des Großglocknermassivs im wunderschönen Käfertal. Dort starteten wir auch unseren ersten Angelversuch. Um zu diesem imposanten Talschluss der Alpen zu gelangen mussten wir zunächst den Schranken einer Forststraße passieren. Grundsätzlich ist die Zufahrt nur dem Bewirtschafter und den Gästen von Almhütten gestattet. Angler bekommen bei den Fischerwirten einen Schrankenschlüssel, oder erwandern das Gewässer bzw. können sich wie die Heerscharen an gehfaulen Arabern mit elektrobetriebenen Golfwagerln ins Tal chauffieren lassen.

SaiblingeZuchteich
Wunderschöne Saiblinge tummeln sich im Zuchtteich mit 6 Grad Wassertemperatur.

Hier lebt die Urforelle

Dieses malerische Angelgebiet im Nationalpark Hohe Tauern, wo im Juni Orchideen blühen, solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Umgeben von mehreren 3000er Gipfeln, Gletschern und bunten Almwiesen, begibst du dich hier auf die Pirsch nach der urtümlichen Bachforelle. Die Strecke im Käfertal ist 5 km lang und bietet ein unberührtes Bachbett. Winterbedingt startet hier die Saison erst am 10. Mai und endet bereits Ende September. In der übrigen Strecke darf vom 1. April bis 31. Oktober geangelt werden. Das ganze Revier ist eine reine Fliegenfischerstrecke die mit Trockenfliege, Nassfliege, Nymphe und Streamer, aber ausschließlich mit Schonhaken, beangelt werden darf. Im Käfertal ist der Streamer verboten. Ebenfalls winterbedingt finden die Fische in diesem rauhen Klima kleinere Insekten, haben eine kürzere Fressphase und wachsen daher langsam. Fische bis 35 cm sind hier möglich. Es handelt sich vor allem um Bachforellen und auch vereinzelt Äschen.

Kleine Trockenfliegen und Nymphen sind top

Die Wahl der Fliege ist den herrschenden Bedingungen anzupassen. Kleine Trockenfliegen und Nymphen mit einer 3er oder 4er Rute angeboten, versprechen den besten Erfolg. Hierbei wurde ich bestens vom Fliegenbinder Karl Flick versorgt, der mir eine ganze Dose seiner fängigsten Fliegen für die Reise mitgab. Auch von Thomas Huber, dem Chef vom Zacherlbräu, erhielten wir einige seiner Topfliegen. Gregor und Patrick kamen nun in den ersten Genuss des Fliegenfischertrainings von Werner. Als ehemaliger Trainer von Rennschifahrern bringt er dafür die nötige Ruhe und Geduld mit. Nach dem Wurftraining wurde in einem kleinen Zuchtteich sogleich versucht das Gelernte umzusetzen. Die Schüler waren sehr gelehrig und fingen die ersten Bachforellen. Dann ging es in den Bach und Patrick konnte mit Hilfe von Werner seine erste Ur-Bachforelle in einem schönen Gumpen überlisten. Das optisch an Kanada erinnernde Tal bietet bewirtschaftungstechnisch den Vorteil, dass es hier im Gegensatz zum anderen Streckenteil keine Kraftwerke, mit den dort einhergehenden Wasserschwankungen und Schwemmungen gibt und auch der Fischotter sich hier nicht ansiedelt. Das bedeutet die nötige Ruhe und Entfaltungsmöglichkeit für die Wildfische. Apropos Ruhe, auch der Angler findet im Käfertal mentale und physische Entspannung, zudem befindet sich dort auch eine Kneipanlage mit Wetterschutzhütte und WC.

Sehr abwechslungsreiche Strecken

Die Fliegenfischerstrecke umfasst neben den eher schmalen, ruhigen und mäanderförmigen Bachschleifen im Käfertal auch den Stausee im Ferleitental und noch zwei weitere Staubereiche vor Wehranlagen. Versteckte Gumpen mit sehr schnellfließenden Bereichen charakterisieren den weiteren Streckenteil. In den genannten Gebieten leben Bach- See- und Regenbogenforellen, Bachsaiblinge und Äschen. Besatzfische stammen vorwiegend aus vereinseigener Aufzucht. Eine wunderschöne Anlage besichtigten wir in Bad Fusch wo sich im 6 Grad kalten Wasser rund 2.500 Stück prächtige Saiblinge tummelten. Zu befischen sind auch Nebenbäche wie jener im wildromantischen Sulzbachtal. Hier sind vor allem die Indianerfischer unter euch gefragt, die sich auch unter dichte Stauden wagen.

Lieblingsstellen

Unsere Lieblingsstellen waren die schnellfließenden Streckenteile die durch große Steine immer wieder schöne Kehren bildeten. Dort empfehlen sich 5er bis 6er Fliegenruten. Wathose ist nicht unbedingt erforderlich, jedoch sind Watstiefel empfehlenswert. In diesen Bereichen sind Nymphen und Streamer die beste Wahl. Hubert schwört dabei auf die Nymphe, Werner hingegen auf große Streamer. Bei Nymphen und Streamern sollten schwere gewählt werden oder man verwendet ca. 20 cm vor dem Köder noch ein Klemmblei. Da in diesen Bereichen Fische bis 60 cm hinter den Steinen lauern, sollte mindestens ein 0,18er Vorfach verwendet werden. Der Köder ist dabei mittig, meistens durch Gestrüpp verursacht, mit Rollwurf in die Strömung zu platzieren, dann ca. 25 Meter flussabwärts laufen zu lassen und dann einen halben Meter am Ufer an den Steinen heranzuzupfen. Die Forellen lauern in diesen ruhigen Bereichen auf Beute und schießen dann wie Pfeile auf die Köder. Gregor konnte mit dieser Technik am besten umgehen und fing täglich seine Fische, darunter auch schöne Regenbogenforellen bis 40 cm und besonders geil – seine erste Seeforelle! Patrick, der blutige Anfänger, hatte bis zum letzten Tag Werner an seiner Seite und auch sie fingen gemeinsam den ein oder anderen Fisch. Als Patrick am letzten Tag alleine fischte bekam er den größten Fisch von uns ans Band. Leider schüttelte sich dieser vor der Landung frei.  Mich fuchste es zu Beginn gewaltig. Ich hatte zwar täglich mehrere Bisse, aber verlor die Fische. So ein Schonhaken beim Fliegenfischen ist schon eine verflixte Sache… Schlussendlich konnte ich aber auch noch meinen „Schneiderfisch“ fangen. Danach war der Bann gebrochen und weitere folgten.

Nette Kontakte

Neben Werner und Hubert lernten wir bei unserem Urlaub noch weitere sehr nette Angelkollegen kennen. Vor allem Eva und Gregor ein einheimisches Fischerehepaar seien hierbei erwähnt. In der Fischer Ache fischen oft auch gerne Paare und der Frauenanteil nimmt erfreulicherweise stetig zu.

Hotel zum Wohlfühlen

Mit der Hotelwahl hatten wir voll ins Schwarze getroffen. Das familiengeführte Hotel Römerhof  in vierter Generation offeriert vor allem auch spezielle Fischerpauschalen. Neben der bereits erwähnten wunderschönen Suite wurde uns noch eine Vielzahl an Highlights geboten. Im Trockenraum konnten wir unsere nassen Utensilien gut trocknen. Der Fang konnte im Gefrierraum für die Heimreise deponiert oder noch besser gleich in der Küche zum Speisen zubereitet werden. Meine Jungs machten davon Gebrauch und schnabulierten ihren eigenen Fang zum Abendessen. Für die bessere Hälfte oder nach dem anstrengenden Angeltag steht die Relax-Oase mit Caldarium, Sauna, Infrarot-Wärmekabine, Dampfbad, Solarium, Massage, Wärmebank und das Römer Spa mit beheiztem Hallenbad, Außenpool mit Inneneinstieg, Kinderbereich, Badeteich mit Gartenlandschaft sowie Kneippanlage zur Verfügung. Ein Hotel mit Tischtennis hat bei meinen Söhnen ohnedies schon im Vorhinein gewonnen und so konnten die Jungs bei einigen Partien gegen mich wieder ihre Lehren ziehen!

Römerhof
Unsere tolle Unterkunft – der Römerhof in Fusch