Im 1. Teil unserer News-Serie „Nachhaltig Angeln“ haben wir einige wichtige Gründe genannt, weshalb nachhaltiges Fischen derzeit eine so wichtige und unverzichtbare Rolle spielt.

Hiermit möchten wir näher auf das Thema der eigenverantwortlichen Fischentnahme eingehen.

Es liegt in der Verantwortung der Angler, jeden Fang hinsichtlich Gaumengenuss abzuwägen. Die Spielarten zwischen „Kochtopfangler“ und reinem Catch-and-Release sind vielfältig. Eine kräftige, im Revier geborene und aufgewachsene Bachforelle bietet eine wertvolle Basis für die nächsten Generationen an Forellen.

Entlastung des Wildfischbestandes durch Besatz

Zwar werden an vielen Fischereirevieren Besatzmaßnahmen durchgeführt, doch deren Sinnhaftigkeit ist unter Wissenschaftlern nicht unumstritten: Die Einen sehen Besatz als Stütze für bedrohte Bestände, die Anderen verorten dahin eine Gefährdung der Genetik von Wildfischbeständen. Durch Evolution gut an ein Gewässer angepasste Stämme werden mit Genen von gezüchteten Fischen vermischt, was ihre Überlebenschancen verringert.

Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte und die Situation muss für jedes Gewässer individuell bewertet werden. Denn es gibt es kein Patentrezept für alle Flüsse und Bäche. Eine Möglichkeit ist etwa nur mit sterilisierten Regenbogenforellen zu besetzen, damit diese den Wildfischbestand „entlasten“, sich mit diesem aber nicht kreuzen können.

Mehr zum Thema „Nachhaltig Angeln“

Sie möchten weitere Infos rund um nachhaltiges Fischen? In unserem nächsten News-Beitrag „Nachhaltig Angeln – Gummiköder“ erwartet Sie Input zu Gummiködern und nachhaltigen Alternativen und Sie erfahren, was es diesbezüglich sonst noch zu beachten gilt.

© Text: Stefan Tesch, Fisch Ahoi: www.fischahoi.at